Brand im Großkraftwerk: Stadt ruft Katastrophenfall aus

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Mustafa AKBABA / NÜRNBERG

Nach einem Brand im Großkraftwerk Franken ist die Fernwärmeversorgung in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach beeinträchtigt. Die Stadt Nürnberg hat den Katastrophenfall ausgerufen. Stadt und N-Ergie haben Krisenstäbe eingerichtet. Sie stehen in direktem Austausch miteinander.

In den betroffenen Stadtteilen befinden sich 1 150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen sind neben den Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Notversorgung mit mobilen Geräten wird organisiert

Unterdessen hat N-Ergie die Nürnberger Bürgerinnen und Bürger gebeten, sparsam mit Heizung und Warmwasser umzugehen. Die Fernwärme-Versorgung für etwa 15.000 Menschen könne bei den aktuell niedrigen Temperaturen nicht vom Kraftwerk im Stadtteil Sandreuth aufgefangen werden, so N-Ergie. Die Wärmeversorgung für einzelne Abnehmer werde vorübergehend reduziert, gleichzeitig bemüht sich der Energieanbieter eigenen Angaben zufolge um eine Übergangsversorgung.

Eiseskälte von bis zu minus 16 Grad vorausgesagt

Derzeit versucht die N-Ergie, mobile Heizungen für die Betroffenen aufzutreiben. Die niedrigen Temperaturen führen zu einem Engpass in der Fernwärme-Versorgung und die Situation könnte noch ernster werden. Für die kommenden Nächte sagt der Deutsche Wetterdienst in Nürnberg Tiefstwerte von bis zu minus 16 Grad voraus.